Die Geliebte – Ein ehrlicher Blick in die Situation der heimlichen Zweitfrau (Teil 1) von Thomas Lojek
Es ist offiziell kaum bekannt, dass es unter Frauen eine Art geheime Parallelwelt gibt. Und zwar in einem Umfang, der selbst für Experten überraschend ist. Diese Parallelwelt – oder noch besser ausgedrückt: diese Schattenwelt – wird bevölkert von den Frauen, die eine heimliche Affäre mit einem vergebenen oder verheirateten Mann führen und geradezu verzweifelt darauf hoffen, dass er sich irgendwann für sie entscheidet. Mehr als diese Hoffnung haben diese Frauen in der Regel auch nicht. Und in den meisten Fällen laufen sie damit eher ins Leere, als dass sich diese Hoffnung jemals erfüllt. Entsprechend existiert ein verheimlichter Kosmos stiller Verzweiflung und unerfüllter Liebe – die Parallelwelt der verschwiegenen Zweitfrauen.
Was hat es mit diesen verschwiegenen Zweitfrauen als Geliebte auf sich? Sind es rücksichtslose und egoistische Frauen, die anderen Frauen den Mann wegnehmen wollen und dabei in Kauf nehmen, auch ganze Familien zu zerstören? Sind es hemmungslose Frauen, die nicht genug bekommen und sich deswegen auch noch an den Männern anderer Frauen versuchen wollen? Weder noch. Das System der Geliebten ist komplex.
Der Begriff „System“ ist hier ganz bewusst gewählt – denn hinter der Situation der Geliebten steht ein System. Es ist ein komplexes Zusammenspiel aus verdrängten Bedürfnissen, mangelndem Selbstwertgefühl, wachsender Isolation und falsch interpretierter Sexualität. Der Geliebten kann man in erster Linie nur den Vorwurf machen, dass sie sich selbst betrügt. Denn das System der Geliebten fängt mit falschen Erwartungen an, die sich in falsche Hoffnungen verwandeln und irgendwann einen Kreislauf bilden, in dem sich Mann und Frau zunehmend gegenseitig manipulieren ohne echte Antworten und Auswege aus dieser Situation zu finden.
Der Zustand der Geliebten ist auf beiden Seiten ein manipulativer Prozess: Die Frau manipuliert den Mann mit Sexualität und Emotionen – der Mann die Frau mit Hoffnungen, Heimlichkeit und Versprechungen, die sich nie erfüllen. Und die Hauptfrau des Mannes ist der unsichtbare manipulative Joker in diesem Gefüge, denn sie übersieht ganz offensichtlich bestimmte Bedürfnisse ihres Mannes oder unbequeme Wahrheiten über ihre Beziehung und erzeugt damit ihren persönlichen Beitrag zu dieser Situation.
Männer suchen sich aus zwei Gründen eine Geliebte: Entweder sie sind polygam veranlagt und führen die offizielle Hauptbeziehung nur, weil es ein vorgelebtes gesellschaftliches Ideal ist – man hat eben eine Paarbeziehung oder Ehe, das gehört sich so. Oder sie vermissen Spannung, Herausforderung und Reiz im Leben mit ihrer Hauptfrau. Beide Fälle sind unbequeme Wahrheiten, die auch die Hauptfrau etwas angehen und die für Defizite an emotionaler Vollständigkeit und Ehrlichkeit zwischen ihr und ihrem Mann stehen.
Fortsetzung: Weiter zu Teil 2
Thomas Lojek ist der Autor von “Wahre Liebe statt Geliebte sein – Auswege aus schwierigen Affären und der Gefahr eine Geliebte auf Dauer zu werden” und “Einen Mann abwerben – So bekommst du einen Mann, der in einer Beziehung mit einer anderen Frau ist”
Weitere Informationen: Mann abwerben & Wahre Liebe statt Geliebte sein
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